Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer |
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Ausstellung wird noch einmal präsentiert: Die Initiative „Gedenken in Harburg“, die sich um die Verlegung von Stolpersteinen und die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit in den Hamburger Stadtteilen südlich der Elbe von der Veddel über Wilhelmsburg bis nach Harburg verpflichtet fühlt, hat sich zum Jahresthema 2009 die Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit gesetzt. Aus diesem Grund wird die erfolgreiche Ausstellung „Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg 1919–1969“ in diesem Jahr noch einmal in Hamburg zu sehen sein, bevor sie ab 6.12.2009 für drei Monate in Berlin im Schwulen Museum gezeigt wird. Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg 1919–1969 Die Ausstellung, die bereits 2008 in der KZ-Gedenkstätte in Hamburg-Neuengamme und 2009 im Hamburger Rathaus gezeigt wurde, gewährt durch 48 großformatige Schautafeln und zahlreiche Exponate einen umfassenden Überblick über die Verfolgung homosexueller Frauen und Männer in Hamburg und gibt Einblicke in individuelle Schicksale. Die Themen reichen von der Denunziation Homosexueller aus der Bevölkerung, der so genannten „freiwilligen Entmannung“ über die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz (Entzug der ärztlichen Approbation, Aberkennung von akademischen Titeln) bis hin zur Verschleppung und Ermordung im KZ. Zeitzeugen kommen zu Wort und Musikbeispiele spiegeln die Stimmung der jeweilige Zeit wider. Die Ausstellung von 2007, die in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky gezeigt wurde, ist auf mehr als das Vierfache erweitert worden. Die Ausstellung wurde unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung und durch zahlreiche Spenden. Terminkalender
Wir brauchen Ihre Unterstützung! Damit die neuen Themen anhand von Originalexponaten präsentiert werden können, benötigen wir Zeitschriften, Bücher, Fotos, Streichholzbriefchen von Lokalen, Plakate, Flyer, Flugblätter etc. Unser Spendenkonto Über eine finanzielle Unterstützung unserer Arbeit würden wir uns sehr freuen. Aus verwaltungstechnischen Gründen hat uns die AIDS-Seelsorge ein Spendenkonto unter dem Stichwort „Gemeinsam gegen das Vergessen“ eingerichtet. Selbstverständlich werden Spendenbescheinigungen ausgestellt. AIDS-Seelsorge/KKVHH Eindrücke von der Eröffnung am 26. April 2008 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Ausstellung „Gegen das Vergessen“ 2007 Erstmals war vom 2. März bis 19. Mai 2007 die Ausstellung „Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg“ in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg) zu sehen.
Aus dem Gästebuch der Ausstellung 2007
„endlich – nach all der Zeit des Kämpfens – dieser tolle Abend der Aufklärung und Solidarisierung“ „Durch diese Ausstellung hat unser Großonkel seine Seele wieder bekommen.“ „In Frankreich, wo ich wohne, werden am 8. Mai, am Tag der Erinnerung des Endes des 2. Weltkrieges immer noch keine Gruppen von Homosexuellen zugelassen. Il reste pain sur la planche!“ „Eine Dokumentation, die zum Nachdenken und zur Trauer beiträgt.“ „Vielen ist gar nicht bekannt, dass die Nazi-Fassung des Paragraphen 175 bis 1969 galt!“ „Wieder ein wichtiger kleiner Beitrag zur Verwirklichung des Humanismus. Aber es fehlt noch viel Menschlichkeit als uneingeschränktes Allgemeingut für Alle zu gewährleisten.“
„Demut, Respekt, Demut, Ehrfurcht an alle, die für uns leiden mussten! Dank, Respekt, Demut, Ehrfurcht an Bernhard Rosenkranz & Ulf Bollmann sowie allen, die sich dafür einsetzen, daß sichtbar gemachte Schicksale von verfolgten Homosexuellen uns weiter bringen auf unserem Weg!“ „Na, da bin ich lieber asozial und lesbisch als Hete! Noch gibt es Diskriminierungen genug und solange Menschen nicht fähig sind, andere so stehen zu lassen wie sie sind mit all ihren Facetten, kann man nix besseres erwarten.“ „Eindrucksvoll, wichtig, Dank für Ihr Engagement!“ „War mir alles bekannt, trotzdem bin ich durch die Konfrontation mit den Zeitzeugnissen erschüttert. Und: Für uns ist das alles Vergangenheit, für Schwule in anderen Ländern auch heute noch furchtbare Realität...“
„... Besonders erfreut hat mich die angemessene Darstellung lesbischer Frauen, ohne Vereinnahmung, mit spezifischer Analyse als Schwarz-Winkel-Verfolgte. Auf das noch viele über unsere Geschichte stolpern.“
„In dunklen Stunden brauchen wir die Eigenschaften von Blumen – die ihr Gesicht dem Licht zuwenden, damit die Schatten hinter sie fallen. Vielen Dank für den Mut, die Kraft und Ihr Engagement für diese bewegende Ausstellung!“ |
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