Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer

Weitere Informationen über die Ausstellung „Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg“ finden Sie auch auf der Seite Ausstellung.
Datum,
Uhrzeit
Veranstaltung Ort
Mai
So, 30. Mai 2010, 18 Uhr

„Für die Rechte eintreten“ – Gottesdienst zum Tag der
verfolgten Homosexuellen
U. a. mit der Bischöfin Maria Jepsen (Predigt), den Pastoren Detlev Gause (AIDS-Seelsorge), Kay Kraack (Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde) und Justizsenator Dr. Till Steffen.
Musikalischer Rahmen: Schola Cantorosa

Beim diesjährigen Gottesdienst, dem fünften seit 2006, wird auch an den 30. Jahrestag einer Hamburger Spiegelaffäre der besonderen Art gedacht: Am 2. Juli 1980 wurde ein so genannter Einwegspiegel in der öffentlichen Toilette am Jungfernstieg von einer Gruppe um den damaligen Bundestagskandidaten der Grünen, Corny Littmann, eingeschlagen. Damit wurde die jahrelange Praxis der Überwachung von Bedürfnisanstalten öffentlich gemacht, die von Homosexuellen als anonyme Treffpunkte genutzt wurden. Durch die Ausstellung so genannter Toilettenverbotsscheine und Verhaftungen bei angeblichen oder tatsächlichen Kontaktanbahnungen wurden insbesondere schwule Männer jahrzehntelang diskriminiert.

Dreieinigkeitskirche St. Georg,
St. Georgs Kirchhof
Juli
Fr, 30. Juli 2010, 19 Uhr

„Countdown zum CSD 2010“: Stadtrundgang St. Georg
Dr. Gottfried Lorenz und Ulf Bollmann führen durch das queere St. Georg.
1980 startete von hier aus die erste Hamburger Stonewall-Demonstration vom Hansaplatz. In den 1920er-Jahren bestand hier auch eine Kneipenkultur für lesbische Frauen, z. B. mit der mondänen „Goldenen 13“ in der Koppel. Erstmals wurde weibliche und auch männliche Homosexualität in den Hamburger Kammerspielen am Besenbinderhof auf die Bühne gebracht. In St. Georg erinnern bald 21 Stolpersteine für eine lesbische Frau und 20 schwule Männer an die Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit.
Treffpunkt: Hauptbahnhof, Wandelhalle, Ausgang Kirchenallee/Schauspielhaus

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Do, 31. Juli 2010, 19 Uhr Zwischen Teehaus und Grenzfass queer durch St. Pauli
Zu Beginn des diesjährigen CSD begeben sich Dr. Gottfried Lorenz und Ulf Bollmann auf einen Streifzug durch 50 Jahre schwullesbischen Lebens entlang der sündigen Meile Hamburgs. Anschließend Besuch im Piccadilly, einer der ältesten Schwulenbars in Deutschland.
Treffpunkt: U-Bahn St. Pauli, Ausgang Süd (zur Reeperbahn)
August
Mi, 4. August 2010, 17 Uhr Führung über den Friedhof Nienstedten
Anlässlich des 75. Geburtstags von Hubert Fichte führt Dr. Gottfried Lorenz zu dessen Grabstätte und zu den Gräbern anderer Persönlichkeiten (u.a. H.H. Jahnn, D. Sölle, Reichskanzler von Bülow).
Treffpunkt: Haupteingang des Friedhofs Nienstedten, Rupertistraße 37
Do, 5. August 2010, 20 Uhr Hamburg – Deutsche Homosexuellenhauptstadt der 50er-Jahre?
Dr. Gottfried Lorenz spricht im Rahmen der Pride Week des CSD über die prekäre Situation der Homosexuellen in Hamburg während der 50er- und 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts und über Hamburger Bemühungen zur Aufhebung des § 175 StGB.
Pride House (CVJM), An der Alster 40
So, 8. August 2010, 15 Uhr Stolperstein-Gedenkfeier für schwule Seeleute
Anlässlich der Verlegung von drei neuen Stolpersteinen vor dem Seemannsheim am Wolfgangsweg soll in diesem Jahr der homosexuellen Seemänner gedacht werden, die ohne feste Bleibe in diesem christlichen Haus ein Obdach fanden. Mit Beteiligung der Seemannsmission und des Seemannspfarramtes der Nordelbischen Kirche. Es spricht Pastorin Heike Spiegelberg.
Treffpunkt: Wolfgangsweg 12, Neustadt (Nähe Vorsetzen, zwischen den U-Bahnhöfen Baumwall und Landungsbrücken)
September
Sa, 4. September 2010, 15 Uhr Führung über den Ohlsdorfer Friedhof (für gute Läufer)
Dr. Gottfried Lorenz führt zu Grabstätten homosexueller Männer.
Treffpunkt: U/S-Bahnhof Ohlsdorf, Ausgang Friedhof
So, 26. September 2010, 16 Uhr Queer durch St. Georg
Ulf Bollmann und Dr. Gottfried Lorenz führen durch ein St. Georg, das mehr Themen zu bieten hat als nur Kneipenkultur. Sie berichten vom Arbeitskreis für jugendgefährdende Schriften im Bieberhaus bis hin zu den ersten lesbisch-schwulen Dramen auf einer hamburgischen Bühne in den Kammerspielen am Besenbinderhof.
Es wird an viele der inzwischen 21 NS-Opfer erinnert, u.a. an eine lesbische Bardame jüdischer Herkunft, für die Stolpersteine in St. Georg verlegt wurden oder noch verlegt werden.
Im Anschluss werden Kaffee, Kuchen angeboten, sowie die Teilnahme an dem um 18 Uhr beginnenden AIDS- und Gemeindegottesdienst in der St. Georgskirche.
Treffpunkt: Hauptbahnhof, Wandelhalle, Ausgang Kirchenallee/Schauspielhaus
November
Do, 18. November 2010, 20 Uhr Die Geschichte des Erpressers Theodor Gehring.
Auf über 200 Hamburger und Bremer Denunziations- und Erpressungsopfer in der Zeit des Nationalsozialismus stieß der Historiker Dr. Gottfried Lorenz bei seinen Recherchen im Hamburger Staatsarchiv. Darüber berichtet er im Rahmen der Vortragsreihe des Buchladens Männerschwarm.
Buchladen Männerschwarm, Lange Reihe 102, St. Georg

Links
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„Hamburg auf anderen Wegen“ Buch zur Geschichte des schwulen Lebens in der Hansestadt von Bernhard Rosenkranz und Dr. Gottfried Lorenz. Enthält unter anderem die Biografien von Carl Bruns, Heinrich Habitz und Johannes Bauke.
www.stolpersteine.com Homepage des Künstlers Gunter Demnig.
www.stolpersteine-hamburg.de Informationen zu allen Steinen in Hamburg
KZ-Gedenkstätte Neuengamme Informationen zum Gelände und zur Gedenkstätte.
Pink Channel Homepage des Hamburger schwulen Radioprogramms.

Kontakt
c/o Ulf Bollmann. Bitte senden Sie uns eine eMail.

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